Ju-Jitsu: Zwei Mal Silber und ein Mal Bronze an den Schweizer Meisterschaften

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Coach und Trainer Roberto Llano reiste mit sechs Ju-Jitsuka von Nippon Bern nach Cham an die Schweizer Meisterschaften. Andreas Santschi war als Kampfrichter mit dabei. Der Anlass war vorbildlich organisiert. Robert Sellaro, Chef Leistungssport Ju-Jitsu im SJV, hob die Professionalität und das rasant gestiegene Niveau insbesondere im Fighting System hervor. Auch Stefan Jacobs, seit letztem November Nationaltrainer im Fighting System, zeigte sich vom Niveau der Kämpfe beeindruckt. Umso erfreulicher die Bilanz unseres kleinen Teams: Nicolaï Lévy und Ruby Wildhaber holten Silber, Marcel Sudholz Bronze. Der Ju-Jitsu-Wettkampfsport und Ju-Jitsu als Disziplin ganz allgemein scheinen auch in der der Politik des Schweizerischen Judo & Ju-Jitsu-Verbandes an Bedeutung zu gewinnen. Mit Pierre Ochsner, welcher an der DV im Mai als Verbandspräsident zurücktritt, Vizepräsidentin Inès Feldman, Vizepräsident Thilo Bachmann sowie Präsidentschaftskandidat Sergei Aschwanden war viel Prominenz zugegen.

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr eine Schweizer Meisterschaft im Ne-waza, einer dem Brazilian Jiu-Jitsu sehr ähnlichen Wettkampfform, durchgeführt. Obschon diese Disziplin erst kürzlich vom Weltverband eingeführt wurde, hat sie in der Schweiz bereits ein beachtliches Niveau erreicht. Christian Ramseier startete zum ersten Mal im Ne-waza. Den ersten Kampf gewann er absolut überzeugend vorzeitig durch einen Würgegriff. Seinen zweiten Gegner dominierte er mit klarem Punktevorsprung, geriet aber kurz vor Schluss durch einen taktischen Fehler in einen Armhebel und musste aufgeben. Eine weitere Niederlage bedeutete das Aus für einen absolut realistischen Medaillentraum.

Ruby Wildhaber zeigte bei den Damen eine gute Leistung. Sie musste sich einzig Ophélie Cleirda aus Genf beugen, welche auch alle andern Gegnerinnen nach Belieben dominierte. Ruby sicherte sich damit verdient die erste Silbermedaille für Nippon Bern.

Bei den Herren -62 Kg startete Marcel Sudholz zum ersten Mal an einer Schweizer Meisterschaft. Er verlor in den Vorkämpfen gegen den nachmaligen Sieger, kämpfte sich aber im Hoffnungslauf beherzt in den kleinen Final und gewann Bronze.

Die Kategorie Herren bis 69 Kg war stark besetzt. Walid Said zeigte in seinen zwei Kämpfen gute Aktionen, scheiterte aber beide Male letztlich an seiner Nervosität. Raphael Ernst startete zum ersten Mal bei der Elite. Auch hier konnte er seine Fortschritte demonstrieren. In den Vorrundenkämpfen verlor er knapp gegen einen sehr starken Gegner, zeigte aber im Hoffnungslauf eine beeindruckende Aufholjagd. Leider verlor er dann wiederum sehr knapp und musste dieses Mal ohne Medaille nach Hause.

Auch Junior Nicolaï Lévy machte in der Gewichtsklasse -77 Kg zum ersten Mal bei der Elite mit. Seine Kämpfe zählten zu den schönsten des Turniers und er qualifizierte sich auf überzeugende Weise für den Final. Dieser war äusserst spannend und ausgeglichen. Nach mehrheitlicher Führung musste sich Nicolaï am Schluss um einen einzigen Punkt geschlagen geben. Seine tolle Leistung wurde von der Jury verdienterweise mit dem Spezialpreis „Youth Spirit“ ausgezeichnet.

Herzliche Gratulation!

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